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Fallstudie · in Arbeit

Kula-Forschungsinfrastruktur — verschlüsseltes, offline-first Feldforschungs-Archiv

Ein maßgeschneidertes Desktop-Archiv, das jahrzehntelange Kula-Ring-Feldforschung in eine durchsuchbare, kartierte und 3D-visualisierte Datenbank überführt — komplett offline und verschlüsselt, damit gemeinschaftlich erhobenes Wissen den Rechner der Forscherin nie verlässt.

Flutter Desktop SQLCipher (encrypted) flutter_map / OSM Local AI (Whisper + Ollama) Riverpod 3D visualisation
Kula-Forschungsinfrastruktur — verschlüsseltes, offline-first Feldforschungs-Archiv
Rolle
Solo — Konzeption, Architektur, Vollumsetzung, Auslieferung
Stack
Flutter (Desktop) · Riverpod · SQLite/SQLCipher · flutter_map/OSM · Whisper · Ollama
Zeitraum
Laufendes Projekt · mehrere Monate
Jahr
2026
Status
In Arbeit (private Vorschau, passwortgeschützt)

Ein maßgeschneidertes, offline-first, verschlüsseltes Desktop-Archiv für jahrzehntelange Kula-Ring-Feldforschung — gebaut nach dem, wie in den Communities tatsächlich geforscht wird.

Die Herausforderung

Prof. Dr. Susanne Kuehling (Department of Anthropology, University of Regina) erforscht den Kula-Ring in der gesamten Massim-Region, mit Schwerpunkt auf Dobu und der südlichen Massim. Das eigentlich Innovative ist der Ansatz: geforscht wird mit und für die Community — ein Team von bis zu 15 Kula-Mastern hat die Daten vor Ort in den Communities selbst erhoben, ausgerichtet an deren eigenem Bedarf. Das Ergebnis: jahrzehntelang gewachsene, unersetzliche — und kulturell sensible, gemeinschaftlich erhobene — Dokumentation, verstreut in Excel. Sie brauchte Struktur, Suche, Karten und eine Zeitdimension — und durfte den Rechner der Forscherin nie verlassen.

Das Vorgehen

  • Eine maßgeschneiderte Flutter-Desktop-App aus den echten Feldforschungs- Anforderungen gebaut — kein generischer CRUD-Klon.
  • Verschlüsselt gespeichert (SQLCipher); saubere ETL-Pipeline + Datenmodell (Objekte → Beobachtungen → Stationen → Personen/Orte).
  • Drei synchronisierte Ansichten derselben Daten über einen gemeinsamen Filterpfad: eine Excel-artige Tabelle, eine OpenStreetMap-Karte mit Objekt-Trajektorien und eine 3D-Zeitansicht, die die Reise jedes Stücks über Raum und Zeit aufsteigen lässt.
  • Medien je Objekt (Foto/Audio/Video) mit lokaler, offline Transkription (Whisper) und optionalem lokalem LLM („Frage ans Archiv", Ollama) — kein Cloud.
  • Ein mehrstufiges Sensibilitäts-Modell, das die Community-Kontrolle über Wissen abbildet, plus vollständiger Excel/JSON-Export — die Forscherin behält jederzeit die Datenhoheit.

Das Ergebnis

  • Ein im Forschungsalltag genutztes Werkzeug: über tausend dokumentierte Wertstücke und ihre Reisen durch die Massim-Region — durchsuchbar, kartiert und 3D-visualisiert, komplett offline und verschlüsselt.
  • Filter/Suche über alle Felder (Notizen, Quelle, Jahr, Halter, Orte, Personen); Tabelle, Karte und 3D bleiben über eine gemeinsame Engine konsistent.
  • Getragen von einer ADR-getriebenen Architektur, einer breiten Test-Suite und CI.

Was das zeigt

  • Bedarfsgetriebene, maßgeschneiderte Umsetzung — ein echter, anspruchsvoller Nutzer-Workflow, end-to-end ausgeliefert.
  • Datensouveränität als Architektur (offline, verschlüsselt, kein Cloud-Zwang) — genau die Vertraulichkeits-/DSGVO-Sorge vieler kleiner Organisationen.
  • Respektvoller Umgang mit sensiblen, gemeinschaftlich erhobenen Daten als Produkt-Prinzip (deshalb sind diese Screenshots datengeschützt).
  • Moderne KI-gestützte Umsetzung, vom Menschen kuratiert — schnell und explorativ, gesteuert von jemandem, der Architektur → Build → Deployment → Doku verantwortet.

Technik auf einen Blick

Flutter · Dart · Riverpod · SQLite + SQLCipher · flutter_map / OSM · Whisper (lokal) · Ollama (lokal) · Excel I/O · CI

Hinweis zu den Screenshots: Die gezeigten Daten sind datengeschützt (hier geblurrte Platzhalter, künftig synthetische Demo-Daten). Die echten Datensätze sind gemeinschaftlich erhobenes Wissen und erscheinen in keinem öffentlichen Artefakt — genau dafür ist das Werkzeug gebaut.